The Journey Goes On

Gemeinsam unterwegs...

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Nach über 25 Stunden Flugzeit am Stück kamen wir am 8.4.20 morgens um 1:00 Uhr in Frankfurt an. Da wir in Bangkok während des Tankstopps das Flugzeug nicht verlassen durften, waren wir wirklich ziemlich erschöpft. Gegen 2:30 Uhr saßen wir endlich im Mietwagen, um Richtung Stuttgart zu fahren. Kira und Nele quasselten die ganze Fahrt, während ich nur das Gefühl hatte einen schlechten Traum zu haben: unsere Reise war schon nach drei Monaten zu Ende.

Katharina hatte uns für diese Nacht netterweise ihren Tiefgaragenplatz überlassen, so dass uns die Suchen nach einem Parkplatz erspart blieb. Völlig erledigt – inzwischen waren wir schon wieder über 30 Stunden unterwegs – schlossen wir die Wohnungstür auf und waren wirklich sprachlos: unsere Nachbarschaft, Freundinnen und Freunde und unsere Eltern hatten total lieb an uns gedacht. Es fehlte an nichts: Osterhasen, liebe Briefe, selbstgebackene Kuchen und Schokokese…. HERZLICHEN DANK – so lieb empfangen zu werden tat uns sehr gut. 

Ausreise

Das war schon eine ganz besondere Check-in Situation heute Morgen am Flughafen. Ab 4:30 Uhr standen wir an, gruppenweise wurden wir in das Flughafengebäude gelassen, Mitarbeiter*innen der Botschaft begrüßten uns und hakten unsere Namen ab. Das komplette Check-in dauerte länger als üblich, da alle Boardingpässe manuell ausgestellt wurden. Am Flughafen sind wir fast die einzigen Passagiere, es gehen heute nur noch ein paar wenige domestic flights raus. Fast alle Mitarbeiter*innen tragen Mund- und Handschutz. Alle Shops sind geschlossen – eine sehr bedrückende Atmosphäre. 

Abschied nehmen

Mit der Wahl unseres Campingplatzes und den anderen gestrandeten Reisenden hatten wir super Glück. In den letzten zwei Wochen sind wir zu einer tollen Gemeinschaft geworden. Am letzten Abend haben wir es mit dem zwei-Metern-Abstand-halten nicht mehr ganz so streng gesehen.

Waikuku Beach Holiday Park

Wir vertreiben uns die Zeit mit lesen, Strandspaziergängen, gehen joggen und machen Yoga und stellen nach zehn Tagen fest, dass die Zeit total schnell vorbeigegangen ist.

Nach und nach trudeln die Meldungen vom Auswärtigen Amt ein und wir bekommen die Zusagen für unsere Rückflüge. Unsere Familie darf als erstes abreisen. Am 7. April um 9:00 Uhr soll es von Christchurch über Bangkok nach Frankfurt gehen. Da wir um 5:00 Uhr am Flughafen sein müssen, wird es eine kurze Nacht werden, schließlich müssen wir davor noch unseren Camper abgeben. 

Wir holen die Rolltaschen und Rucksäcke heraus und packen nach drei Monaten unsere Habseligkeiten wieder ein. Uns fällt auf, dass wir mit viel weniger Kleidung ausgekommen wären. Unsere wichtigsten Gepäckstücke sind 
unsere Ferienbücher, unzählige schöne Momente im Kopf und die Festplatte mit den vielen Erinnerungsfotos dieser besonderen Monate. 

 

Gute Neuigkeiten

Gute Nachrichten für uns und die anderen 12 000 Deutsche in Neuseeland.

April, April….

… fast wäre Oli auf Kiras Aprilscherz hereingefallen 😉

Lock-Down Stufe 4 – unsere Erfahrungen

Am 26. März 2020 wurde in Neuseeland die Stufe 4 – die höchste Stufe – des Krisenplanes ausgerufen. Die gesamte Bevölkerung wurde 72 Stunde in Vorfeld informiert, so dass genügend Zeit blieb Vorbereitungen zu treffen.

Für uns bedeutete dies alle Pläne über Bord zu werfen, uns ins Auto zu setzen und so schnell wie möglich Richtung Christchurch zu fahren. Hier befindet sich der internationale Flughafen der Südinsel, von dort sollen Rückflüge nach Deutschland organisiert werden. Dort fanden wir nach einigen Telefonaten auch einen Campingplatz am Meer in Waikuku Beach und in der Nähe des Flughafens. Es war ein echter Glückstreffer: die Besitzerin ist sehr verständnisvoll und versuchen die Stimmung so gut es geht hochzuhalten.

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Unsere Klassenzimmer

Unsere Kinder mussten sich in den letzten drei Monaten fast täglich mit einem neuen Klassenzimmer arrangieren. Mal losten wir wer hinten / vorne im Camper lernen darf, mal gab es einen Außenplatz mit fantastischer Aussicht. Oft nutzen wir auch die Gemeinschafträume der Campingplätze für unsere tägliche Lerneinheiten.

Self-isolation bei schlechtem Wetter

Bei gutem Wetter lässt es sich im Camper auf dem Campingplatz am Meer ja gut aushalten. Seit gestern ist das Wetter jedoch schlecht, so dass wir alle warmen Jacken rausholen mussten, die Heizung immer wieder läuft und nachts gehen die Temperaturen dann auf 5 Grad runter. Wir sind froh, dass wir unsere warmen Schlafsäcke dabei haben!

Für die nächsten drei Tage ist jetzt Regen angekündigt. Die letzten drei Monate hatten wir für schlechtes Wetter eine prima Strategie: Wetterbericht checken und einfach dorthin fahren, wo die Sonne scheint. Tja, diese Strategie können wir jetzt leider nicht mehr anwenden. 
Jetzt können wir nur hoffen, dass der Wetterbericht NICHT stimmt. Drei Tage Regen und im Camper eingesperrt sein, dass wird kein Spaß! In normalen Zeiten verfügen ja fast alle Campingplätze über eine Küche und Gemeinschaftsräume. Aus gegebenem Anlass sind diese jedoch geschlossen. Das bedeutet dann für uns und alle anderen Familien hier auf dem Platz, dass wir maximal gute Nerven behalten müssen….

Self-isolation

Zum Glück haben wir für die angekündigte vierwöchige Ausgangssperre einen Campingplatz am Meer gefunden. So versuchen wir uns die Zeit mit Spaziergängen und anderen Aktivitäten am Strand zu vertreiben. 
Es ist etwas merkwürdig so in der Warteposition zu sitzen. Die E-Mail mit dem Abflugtermin kann heute Nachmittag oder aber auch erst in drei Wochen kommen…

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